LBG Landkarte GIS

LBG Landkarte

LBG – Feldplaner mit LBG – Landkarte

Die grafische Verwaltung von Feld- und Grundstücken war schon lange ein Traum der Anwender des LBG – Feld- und Gründlandplaners.
Seitens der LBG – Computerdienst GesmbH wurden auf diesem Gebiet in der Vergangenheit bereits mehrere Versuche mit verschiedenen Konzepten unternommen. Gescheitert sind diese Versuche immer an der Tatsache, dass ein digitaler Kataster, der für diese Konzepte notwendig war nicht, nur lückenhaft oder sehr kostenintensiv zu gekommen war.

GPS macht es möglich
Die neue Möglichkeit der Flächenaufnahme mittels eines GPS-Agrar-Systemes bietet nun jedem Landwirt die Möglichkeit, sowohl seine Landschaft als auch seine Feldstücke selbst aufzunehmen. Damit ist eine unabhängige und einfache Datenbefüllung der LBG – Landkarte mit betriebsspezifischen Echtdaten möglich.
Die Erreichung dieses Zieles setzt jedoch ein praxisgerechtes, anwenderfreundliches GPS-Erfassungssystem voraus. Nachdem diese Voraussetzung nun mit dem LBG-Agrar-GPS gegeben ist, steht der Auslieferung der neu entwickelten LBG – Landkarte nichts mehr entgegen.
Die LBG-Landkarte ist ein professionelles geografisches Informationssystem (=GIS), das direkt in den LBG – Feld- und Grünlandplaner integriert ist.

Ein Profi-Programm für Landwirte
Erstmals ist es gelungen, ein GIS-Programm herzustellen, für dessen Bedienung keine EDV-Profis erforderlich sind. Schon nach einer kurzen Lernphase ist auch EDV-Laien möglich, sinnvoll mit der LBG-Landkarte zu arbeiten. Die Darstellung der Flächen in grafischer Form macht außerdem den Umgang mit der LBG-Landkarte zum Vergnügen: Spielend zum Erfolg!

Grundlagen der LBG – Landkarte sind Ebenen

Wie jede GIS-Software verwaltet auch die LBG – Landkarte Flächen auf mehreren Ebenen (Fachbegriff = Layer). Zum Beispiel sind alle Feldstücke auf einer Ebene, die Grundstücke auf einer anderen Ebene zusammengefasst. Die einzelnen Ebenen verfügen über bestimmte Eigenschaften (z.B. Farbe der Füllung, Schriftart der Beschriftung), die vom Anwender eingestellt werden können. Außerdem kann die Reihenfolge der Ebenen sowie deren Sichtbarkeit festgelegt werden. 

Eine Besonderheit der LBG-Landkarte besteht in der Verbindung der grafischen Flächen mit der Flächendatenbank. Das Programm erkennt Differenzen zwischen den beiden Flächen und stellt im Programmteil "Aufgaben" jene Tätigkeiten zusammen, die der Anwender verrichten muss, damit die Unstimmigkeiten behoben werden. Das sind zum Beispiel Korrektur der Größe von Feldstücken oder Schlagbildungen.

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Zusätzliche Ebenen

Zur Vervollständigung sind noch zusätzliche Ebenen verfügbar, die je nach Vorhandensein der jeweiligen Daten verwendet werden können:

Hintergrundkataster
Dies kann ein Kataster sein, dessen Struktur nicht an die LBG-Landkarte angepasst ist. Dieser Kataster kann zwar dargestellt, jedoch nicht mit der Flächendatenbank verbunden werden.

Orthofoto
Besitzt der Anwender ein Luftbild seines Katasters (=Orthofoto), so kann dieses Foto in einer eigenen Ebene hinterlegt werden. Das Foto muss entsprechend vorbereitet sein (entzerrt und im Kataster-Koordinatensystem).

Benutzereigene Ebenen
Neben den von uns vorgesehenen Ebenen können beliebig viele, andere Ebene hinzugefügt werden. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, dass der Besitzer der LBG – Landkarte GPS-Vermessungen für einen Berufskollegen durchführt. Diese Messungen werden auf einer eigenen Ebene zusammengefasst und ausdruckt.

Die LBG - Landkarte verarbeitet die Grafiken im Shape-Format und stellt die Karten im Gauß-Krüger-Projektionssystem dar. Beide Standards werden auch von den Landesregierungen und vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen verwendet: Alle Daten kompatibel !
Datenbefüllung mittels GPS

Im Gegensatz zu einem "normalen" GIS-Programm verfügt die LBG – Landkarte neben selbst anlegbare auch über fixe Ebenen. Damit kann eine Verbindung zur Flächendatenbank des LBG – Feldplaners hergestellt werden. Mindestens drei dieser Ebene sind immer vorhanden: Landschaft, Feldstücke und Anbauplan. Mit diesen Ebenen ist eine grundsätzliche Funktionstüchtigkeit der LBG-Landkarte gewährleistet.

Die Landschaft wird mittels GPS durch Abfahren der Feldwege und Strassen aufgenommen. Es entsteht so ein verbundenes Wegenetz, das als Hintergrund der LBG – Landkarte dient. Ohne dieser Landschaft ist zwar auch die Arbeit mit der LBG – Landkarte möglich, die einzelnen Feldstücke sind jedoch räumlich schwer zuordenbar.

Die Feldstücke werden ebenfalls mit GPS aufgenommen. Beim Übernehmen der Feldstück in die LBG – Landkarte wird angegeben, welches Feldstück aus der Feldplaner-Flächendatenbank vermessen worden ist. Das Feldstück wird in der Landkarte auf den richtigen Platz gelegt und die Verbindung mit der Flächendatenbank hergestellt. Durch diese Verbindung kann eine Kontrolle der Größe des Feldstückes erfolgen und durch Anklicken des Feldstückes jederzeit festgestellt werden, aus welchen Grundstücken und Grundstücksanteilen das Feldstück zusammengesetzt ist – ohne dass ein digitaler Kataster vorhanden ist !

Die Kontrolle der GPS-Fläche mit der Datenbank bewirkt bei einer zu großen Abweichung (vom Anwender selbst einstellbar, Standard = 150 m²), dass das Feldstück rot eingefärbt wird. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder die Feldstücksgröße in der Flächendatenbank richtig stellen oder das Feldstück mit den integrierten Zeichenwerkzeugen so lange verändern, bis die Größe der Zeichnung der Größe der Datenbank entspricht.

Ist die Größe des Feldstückes in Ordnung, wird vom Programm die Verbindung zum Anbauplan des Feldplaners hergestellt. Sofern das Feldstück nur aus einem Schlag besteht, wird die Kultur dieses Schlages übernommen und in der LBG – Landkarte dargestellt.

Besteht das Feldstück aus mehreren Schlägen, so kann mit der integrierten Schlagteilung eine grafische Schlagbildung erfolgen. Eine GPS-Aufnahme der einzelnen Schläge wäre eine Alternative dazu.

Datenbefüllung mit Kataster und GPS

Verfügen Sie über einen digitalen Kataster (vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen bereitgestellt), so erfolgt die Bildung der grafischen Feldstücke durch die LBG – Landkarte automatisch. Das Programm weiß aus der Flächendatenbank die Grundstücke, aus denen die Feldstücke bestehen und setzt die Grundstücke zu den Feldstücken zusammen. 

In diesem Falle braucht grundsätzliche keine GPS-Aufnahme der Landschaft oder der Feldstücke erfolgen. Möglich und sinnvoll ist dies jedoch trotzdem, damit eine Kontrolle der Datenbankflächen mit den Naturmaßen durchgeführt werden kann.

Schlagteilung

Die integrierte Schlagteilung der LBG – Landkarte ist eine der Höhepunkte dieses Programms.

Dazu 2 Beispiele:
Sie müssen noch 1 ha eines Feldstückes stilllegen und wollen wissen, welche Breite des Feldstückes dafür notwendig ist.

In der automatischen Schlagbildung tragen Sie die gewünschte Teilfläche ein und ziehen entlang der Feldstücksgrenze, an der die Stilllegung angelegt werden soll, eine Grenzlinie. Das Feldstück wird vom Programm in zwei Schläge zerteilt, wobei der Schlag an der Grenzlinie exakt jene Größe hat, die Sie eingegeben haben. Mit dem Messwerkzeug können Sie nun die Breite feststellen.

Sie haben am Rand eines Zuckerrübenfeldes einen Streifen Gerste angebaut. Der Streifen ist an den Längsseiten eine Sämaschinenbreite (z.B. 3 m) und an den Wegseiten 3 Sämaschinenbreiten breit (z.B. 9 m). Nun wollen Sie wissen, wie groß die Gerstenfläche und die verbleibende Zuckerrübenfläche ist.

Für diesen Zweck steht in der Schlagbildung der LBG-Landkarte die Möglichkeit "Randstreifen" zur Verfügung. Tragen Sie die Breite des Streifens (3 m) ein und ziehen Sie entlang der erste Feldgrenze eine Grenzlinie. Drücken Sie "Teilen". Der erste Streifen wird abgeteilt. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit den entsprechenden Breiten für alle Feldgrenzen.

Neben diesen beiden Schlagteilungsarten steht Ihnen außerdem noch eine automatische Flächenteilung nach der Breite, eine Inselflächenbildung (z.B. Misthaufen) und eine manuelle Schlagbildung zur Verfügung.

Die integrierte Schlagbildung macht die LBG-Landkarte zu einem besonders wertvollen Werkzeug bei der Anbauplanung im LBG – Feldplaner. Der Programmteil kann nämlich direkt aus der Schlagbildung des Feldplaners gestartet werden.

Messen und Beschriften

Eine der einfachsten Aufgaben, aber trotzdem umso eindrucksvoller, ist das Messen und Beschriften der Landkarte. Der Anwender der LBG - Landkarte kann auf dem PC beliebige Entfernungen feststellen und jede Fläche bemaßen (= Maße an den Feldstücksgrenzen anführen).

Die Beschriftung kann entweder einzeln pro Fläche oder für alle Flächen erfolgen. Dabei kann der Anwender festlegen, mit welchem Bezeichnungen (Kulturen, Schlagbezeichnung, Feldstücksbezeichnung) die Flächen beschriftet werden soll. Auch die Position der Beschriftung kann verändert werden. Eine gut durchdachte Beschriftung ist notwendig, damit die Übersichtlichkeit der LBG-Landkarte gewährleistet ist.

Ausdrucken der Karte

Auch in Zeiten des papierlosen Büros wird es sinnvoll sein, die Landkarte oder Teile davon auszudrucken. Ausgedruckt wird immer genau der Zustand und der Ausschnitt, der aktuell in der Landkarte angezeigt wird. Zusätzlich wird der Ausdruck noch mit einem Nordpfeil und mit einem Maßstab versehen.

Auswertungen

Ohne zusätzlichen Aufwand stellt Ihnen die LBG-Landkarte zahlreiche Auswertungen zur Verfügung. Nachdem die Flächen aufgenommen oder vom Programm gebildet worden sind und damit auch die Verbindung mit der Flächendatenbank und dem Anbauplan hergestellt ist, können alle bereits erfassten Daten ausgewertet werden.

Die Auswertung erfolgt durch die Einfärbung der Karte nach den jeweiligen Kriterien und durch die Darstellung der Summen und Anteile in der so genannten "Legende". Natürlich kann jede Auswertung auch auf Papier gebracht werden.

Beispiele der Auswertung
Kulturen
Mulchsaat Ja oder Nein
Vorfrüchte
Nutzungsarten
Kulturgruppen
Feldstücksgruppen
Begrünungsstufen
Feldstücksgrößen
Marktordnung
Grundeigentümer
Stilllegungsflächen Ja oder Nein
Katastralgemeinden

Sie brauchen Ihren Mitarbeitern nicht mehr aufzuschreiben, welche Kultur auf welchem Feldstück angebaut werden soll: Einfach die Auswertung ausdrucken !

Zusammenfassung

Die LBG – Landkarte ist ein Spitzenprogramm in der Produktpalette der LBG – Computerdienst GesmbH.
Es ermöglicht den Anwendern der LBG-Agrarsoftware einen schnellen und einfachen Einstieg in das grafische Informationszeitalter. Die Bedienung ist genauso einfach wie die bei den übrigen LBG - Programmen.

Die Arbeit mit der LBG-Landkarte bietet nicht nur viele Informationen, sondern macht wirklich Spaß. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn der Arbeit mit der LBG-Landkarte ist nach der Ernte. Dann ist die Aufnahme der Flächen mittels GPS am einfachsten.

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03-Jan-2012
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